Beim Tribeca Film Festival hat Madonna einen 14-minütigen Kurzfilm zu ihrem kommenden Album „Confessions II“ vorgestellt. Mit dabei sind zahlreiche bekannte Gesichter.
Am 3. Juli 2026 erscheint Madonnas neues Album „Confessions II“. Bereits jetzt stellte sie beim Tribeca Film Festival in New York einen 14-minütigen Kurzfilm vor, der als „cinematic experience“ angekündigt wurde. „Confessions II – The Film“ versteht sich als visuelle Erweiterung des Albums und verbindet opulente Disco-Ästhetik mit zahlreichen Verweisen auf Madonnas eigene Karriere.
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Regie führten David Toro und Solomon Chase, die als Duo unter dem Namen Torso arbeiten. „Confessions II – The Film“ begleitet Madonna durch eine surreale Disco-Welt, in der sie von maskierten Gestalten mit Kameras verfolgt wird. Die vampirhaft inszenierten Figuren stehen sinnbildlich für Paparazzi, die ihre Karriere seit Jahrzehnten begleiten. Der Film greift Motive aus dem New Yorker Nachtleben der frühen Achtziger auf, als Madonna in der Post-Warhol-Ära ihre ersten Schritte in der Szene machte.
Musikalisch unterlegt ist der Kurzfilm mit sechs Songs des neuen Albums. Gleich zu Beginn erklärt Madonna: „Everything begins with consciousness.“ Die Zeile wirkt wie ein bewusst gesetzter Kontrapunkt zu „Bedtime Story“ von 1994, in dem sie noch zum Kontrollverlust aufrief.
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Inhaltlich kreist das neue Material um Selbstermächtigung und das Spiel mit Identitäten, also zentrale Themen aus Madonnas Karriere. Visuell werden diese Themen in opulente Bilder übersetzt, Laserstrahlen, die aus Körperöffnungen schießen, verschwitzte Clubnächte, überzeichnete Mode-Tableaus.
Zu den prominenten Mitwirkenden zählen Benedict Cumberbatch, Kate Moss, Arca und Honey Dijon. Auch Julia Garner, die in einer geplanten Filmbiografie Madonna verkörpern sollte, hat einen Auftritt. Sabrina Carpenter ist ebenfalls zu sehen, sie ist auf der ersten Single „Bring Your Love“ vertreten. Die Konstellation lässt sich als generationsübergreifende Inszenierung lesen, als symbolische Staffelstab-Übergabe ebenso wie als selbstbewusste Verortung im eigenen Erbe.
Zahlreiche Anspielungen verweisen auf frühere Phasen ihrer Karriere. Klangliche und visuelle Zitate erinnern an „Lucky Star“, „Into the Groove“, „Deeper and Deeper“ oder „Hung Up“. Besonders deutlich wird das im Abschnitt zum neuen Song „Danceteria“, benannt nach dem legendären Club in Manhattan, in dem Madonna in den frühen Achtzigern verkehrte.
Die Stimme von Madonna klingt heute allerdings wesentlich tiefer und die Songs wie ein Aufguss bekannter Zutaten: ein wenig Confessions, ein bisschen Disco und zeitgemäßer Chartspop. Ob dieser Mix den Fans auch schmeckt? Die bisher veröffentlichten Songs klingen jedenfalls nicht besonders neu oder eingängig, es bleibt wenig im Ohr hängen.
Formal bewegt sich „Confessions II – The Film“ zwischen Musikvideo, Modefilm und Kunstinstallation. Die einzelnen Sequenzen funktionieren für sich genommen wie eigenständige Clips, sind jedoch zu einem durchgehenden Kurzfilm montiert. Damit knüpft Madonna an eine Tradition an, die sie selbst in der MTV-Ära entscheidend mitgeprägt hat. Musikvideos waren für sie nie bloß Begleitmaterial, sondern Teil des künstlerischen Konzepts. Dass sie nun mehrere Songs in einem zusammenhängenden Format bündelt, wirkt wie eine zeitgemäße Weiterentwicklung dieses Gedankens.
„Confessions II“ erscheint mehr als 20 Jahre nach „Confessions on a Dance Floor“ und knüpft zumindest dem Titel nach an eines der erfolgreichsten Alben ihrer Karriere an.







