Republik der Heiserkeit

206 - Republik der Heiserkeit

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Heftiger Schlag

"Keine Sonne, keine Cola" - die ersten Worte von "Republik der Heiserkeit" geben den Leitfaden für 206 an. Warm und süß ist das Debüt der Post-Punker auch keineswegs.

Als vor gut zwei Jahren ein erstes Demo erschien war klar, dass bei 206 aus Halle an der Saale etwas zu erwarten ist, das gehaltvoller und substantieller sein wird. Genauso verhält es sich nun wenn das Trio mit "Republik der Heiserkeit" zwischen Fehlfarben, Abwärts oder Bauhaus debütiert.

Intensiv und mit konsequenter Härte werden die Baustellen angesprochen, die ins Auge fallen: das Alltägliche, Deutschland, popkultureller Diskurs und vor allem das eigene Spiegelbild. Timm Voelkers geht nicht nur hart mit sich und seiner Umwelt ins Gericht, er weiß es dabei auch zu vermeiden, peinliche Phrasen zu entladen. Trotzdem liefert er mit seinen Texten die Pflastersteine zu dem musikalisch minimalistischen aber immer treibenden Grundgerüst aus Bass, Gitarre und Schlagzeug.

"Republik der Heiserkeit" ist das geworden, was man erwarten durfte: derb, roh und heftig. Ein notwendiger Schlag in den Magen.

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