We Were Exploding Anyway

65daysofstatic - We Were Exploding Anyway

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Wucht, Geschwindigkeit, Mutationen

Schluss mit dem wissenden Nicken - es soll getanzt werden. Mit "We Were Exploding Anyway" wischten 65daysofstatic im letzten Jahr allen Postrock vom Tisch und auf die Tanzfläche. Anlässlich der US-Veröffentlichung des beatschweren Albums gibt sich die Band spendabel.

Alles sollte neu werden. Die Band erklärte die soundtrackhaften Gitarre-Elektronik-Komplexitäten der letzten drei Alben zur Trilogie, erklärte diese für abgeschlossen, und stürzte sich auf den Beat. Das vierte Album ist eine Tanzplatte, der Rhythmus die treibende Kraft. Wo Schlagzeug und Elektrobeat früher unterstützend knisterten oder den Gitarren beim Mauerbau halfen, geben sie hier den Ton eindeutig an.

Trotz dieser klaren Ausrichtung ist "We Were Exploding Anyway" alles andere als flach. Die britische Band nutzt vielmehr diese klar definierte Grundlage, um auf ihr verschachelte Tracks und Lieder zu errichten - oder einfach haushohe Lärmtürme zu bauen. "Dance Dance Dance" steigert sich in lärmende Raserei, "Tiger Girl" baut sich zu beängstigender Größe auf - und immer dann, wenn die Stücke unter sich selbst zusammenzubrechen drohen, bricht aus ihnen simple Schönheit hervor - Lärmmelodien, Streicherabfahrten, ewiger Nachhall. Ein auf dem Papier sehr simples Konzept, aber meisterlich umgesetzt und unbedingt wirksam.

Mittendrin schaut The Cures Robert Smith als erster und einziger Gastsänger der Bandgeschichte vorbei. Doch 65daysofstatic wären nicht die Band, die sie sind, wenn sie Smiths Beitrag in einen Mitsinghit oder eine Crystal-Castles-Nummer verwandelten. Stattdessen machen sie es ihm von Minute zu Minute schwerer, sich gegen Wucht, Geschwindigkeit und Mutationen zu wehren. Dank der Spendierfreudigkeit, die die US-Veröffentlichung von "We Were Exploding Anyway" begleitet, kann man sch das rasant bewegende Resultat direkt nach Hause holen. Und dann beim Rest noch immer beherzt zugreifen.

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