Adrian Zaar

Adrian Zaar - Adrian Zaar

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Risiko des Ruhms

Pop und Schlager, eine schwierige Beziehung. Adrian Zaar ist das egal, er geht auf seinem Debütalbum „Adrian Zaar“ das Risiko ein, ins Schlagerfach gesteckt zu werden. Dabei will er nur geliebt werden!

Pop und Schlager, keine Wunschehe. Blumfeld bekamen von vielen die Freundschaft aufgekündigt, als sie sich 1999 mit „Old Nobody“ vom eckigen Indierock der Vorgänger verabschiedeten und in ein Fahrwasser begaben, an dessen gegenüberliegendem Ende die Münchner Freiheit unterwegs war. Wenn Pop und Schlager mal zusammen kommen, dann nicht bei Brusthaar-Toupet-Musik wie der vom Wendler, sondern als Gag, wie in der „Electrolore“ von Alexander Marcus.

Und dann kommt einer wie Adrian Zaar und stellt sich hin und singt Zeilen wie „Gelb: Schon am morgen gut gelaunt. Braun: Ist es Wunder oder Traum?“. Ist das banal oder genial? In jedem Fall überrumpelt einen die brutale Ernsthaftigkeit mit der Zaar solche Zeilen vorträgt und im Refrain doch den Bogen findet zum „Farben sehen“, womit Pop ja schon immer gut klar kam. Dass sich Zaar damit schutzlos den Kritikern zum Fraß vorwirft, scheint ihn nicht zu interessieren. Er glaubt an seine Ästhetik, der zum Schlager dann doch ein am Arm baumelndes Goldkettchen und die bedingungslos gute Laune fehlt. Da zieht Zaar lieber das eng geschnittene Sakko an und krempelt die Ärmel hoch.

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