Skelethon

Aesop Rock - Skelethon

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Aesop Rocks Rock

Zufall oder nicht, wie vor fünf Jahren veröffentlicht Aesop Rock sein neues Album kurz nachdem El-P wieder als Soloartist von sich hören ließ. Wie 2007 zieht Aesop Rock mit „Skelethon“ nach, muss sich diesmal aber keineswegs hinter seinem alten Kumpel verstecken.  

Blockheads Beats waren auf „None Shall Pass“, dem letzten Aesop Rock-Album, die einzige Schwäche. Nach seinem Job als Produzent des letzten „Felt“-Albums nimmt Aesop Rock auf „Skelethon“ das Produzieren selbst in die Hand. Eine gute Entscheidung, bastelt er doch aus ZZ Top-Samples ohne mit der Wimper zu zucken einen hart rockenden Track wie „ZZZ Top“. Und treibt ihn durch seinen eindringlichen und unnachahmlichen Flow unnachgiebig vor sich her.

Aesop Rocks Ansatz ist dem seines Kumpels El-P – beide waren bei The Weatherman aktiv – ähnlich. Beide haben sich davon gelöst Funk- und Soulplatten nach Samples zu durchforsten. Stattdessen schrauben sie aus Hardrock-Drumfills, billigen Keyboards und viel Endzeit-Atmosphäre düstere Tracks, die von einer abgefuckten Welt erzählen, die gegenüber dem goldstarrenden Jiggy-Sound wie von einem anderen Planeten wirkt. Dazu passt, dass sich Aesop Rock seine Gäste auf „Skelethon“ vor allem im Indiebereich gesucht hat: Statt Gast-MCs treten Kimya Dawson oder Allyson Baker von den Dirty Ghosts ans Mikro. „Skelethon“ ist Aesop Rock pur, aber keinesfalls reduziert bis auf die Knochen - dazu ist Aesop Rocks Rock viel zu satt.

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