Le Grand Baheux

Albin Janoska - Le Grand Baheux

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mit der Orgel in die funky 70s
2007 ist definitiv der Sommer des Funk. Zunächst feierte Toni L das Funkanimal, schon kommt mit Albin Janoskas "Le Grand Baheux" ein funky Lebenszeichen aus einer Richtung, in der man soviel schwitzige Zackigkeit nicht vermutet hätte.

Albin Janoska, das klingt zunächst nach einer Mischung aus Springreiten und Kinderbuchautor. Geht aber letztendlich mehr in die Richtung "Oh, wie schön ist Funk!" Jazzfunk, der schummrig-schmatzenden Sorte, wie er in den 70ern groß gemacht wurde. Soundästhetisch hat Janoska dieser Zeit so einiges abgehört. Insbesondere Joe Zawinuls fetten Keyboardssounds aus seiner Zeit bei Miles Davis haben es ihm angetan. Dem berühmten Landsmann kann man ruhig mal auf die Finger schauen. Reicht es jedoch aus, 2007 eine 1:1-Kopie von 70s-Funk auf Platte zu bannen? Natürlich nicht! Deshalb bricht Janoska das Genre immer wieder auf, lässt sich am Mikro unterstützen, wildert mal in den Gefilden der Sofasurfer oder experimentiert mit einer eher elektronischen Variante von Jazzfunk. Leider plätscherts irgendwann zu lässig in den gewohnten Bahnen wienerischer Lässigkeit und der Beliebigkeit von hundert Jahren Jazz-Ballade. Gestopfte Trompete inklusive. Wenn Janoska jedoch auf die Tube drückt, wie in "Bad City Is Back" geht "Le Grand Baheux" richtig gut in Ohr und in Bein. (fs)
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