Album

Che Soavitá

Alessandro Piccinini - Che Soavitá

Redaktionswertung: 
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herausragend
Italienische Lautenmusik des Barock

Paradigmenwechsel: Gegen Ende des 16. Jahrhunderts veränderte sich die Musik grundlegend, was in vielen neuartigen Instrumenten und Kompositionen resultierte. Mit an der Spitze dieser Entwicklung standen die Lauteninstrumente.

Die Hauptströmung der Musik führte damals weg von der Kontrapunktik, also der Verflechtung mehrerer gleichberechtigter Stimmen, hin zur Monodie, einer Melodie, die von einem nicht selbstständigen Bass, dem sogenannten "basso continuo", begleitet wird.

Dafür entstanden zwei neue Lautenistrumente, die gegenüber den herkömmlichen Modellen um zusätzliche Saiten und einen weiteren Wirbelkasten erweitert wurden, damit der Lautenspieler gleichzeitig mit der Melodieführung solche Basslinien spielen konnte. Diese bis heute gebräuchlichen Instrumente, auf denen auch die Musik des vorliegenden Albums eingespielt wurde, heißen Arciliuto und Chitarrone.

Der Komponist und Lautenist Alessandro Piccinini (1566 - ca. 1638), von dem unser Hörbeispiel stammt, war einer der höchstbezahlten Musiker im Italien seiner Zeit. Seine eigenen Aussagen, nach denen er die Arciliuto selbst erfunden, und die Chitarrone entscheidend verbessert hat, haben sich als historisch nicht nachprüfbar erwiesen, könnten aber durchaus stimmen.

Der Lautenist Joachim Held wurde 1963 in Hamburg geboren, wo er seit 1997 am Konservatorium unterrichtet. Er hat mehrere bedeutende Preise für Barockmusik gewonnen. Held nimmt regelmäßig eigene CDs auf und arbeitet oft mit Größen wie Cecilia Bartoli oder Nikolaus Harnoncourt. Für eine seiner Einspielungen barocker Lautenmusik bekam er 2006 den begehrten Preis "Echo Klassik".

1 CD, ca. 66 Minuten

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