Album

Zemlinsky: Lyric Symphony

Alexander von Zemlinsky - Zemlinsky: Lyric Symphony

Label: 
Komponist: 
Alexander von Zemlinsky
Interpret: 
Twyla Robinson, Sopran
Dirigent: 
Hans Graf
Ensemble: 
Houston Symphony Orchestra
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Der letzte Spätromantiker

Wer zu spät kommt... - na, das kennt man ja. Alexander von Zemlinsky war ein Komponistengenie, das zu seiner Zeit leider ziemlich "out" war. Seine Lyrische Symphonie und viele andere seiner Schöpfungen sind nichtsdestotrotz lupenreine Meisterwerke.

Alexander von Zemlinsky war ein unheimlich begabter Komponist, über dessen spätromantische Tonsprache der Zeitgeist bedauerlicherweise zum Zeitpunkt seines Wirkens bereits hinweggegangen war. Deshalb ist er auch heute nicht annähernd so berühmt wie es dem Rang seiner Musik entsprechen würde. Für diejenigen, die ihr Glück versuchen, hält Zemlinsky Orchesterklänge bereit, die mit zum süffigsten und verführerischsten gehören, was die Spätromantik (eigentlich müßte man sagen: die Nach-Romantik) hervorgebracht hat.

Zemlinsky komponierte seine Lyrische Symphonie in den Jahren 1922 und 1923, nach dem Vorbild von Gustav Mahlers weitaus berühmteren Werk "Das Lied von der Erde", das ebenfalls für zwei Solostimmen und großes Orchester gesetzt ist. Die Symphonie, die gemeinhin als Zemlinskys Meisterwerk gesehen wird, entstand nach Gedichten des indischen Schriftstellers Rabindranath Tagore, der 1913 für seine Lyrik den Literatur-Nobelpreis erhalten hatte. Das einst von den Klangmagiern leopold Stokowski und Sir John Barbirolli geleitete Houston Symphony Orchestra spielt in der vorliegenden Aufnahme sein ganzes Potential aus, Sopranistin Twyla Robinson und Bariton Roman Trekel liefern jeweils Weltklasseleistungen ab. Da die Lyrische Symphonie durchgehend konzipiert ist, fallen Ein- und Ausstieg in unser Hörbeispiel, den kompletten 4. Satz "Sprich zu mir, Geliebter", ein klein wenig unrund aus.

1 CD, ca. 64 Minuten