OST Splinter Cell 3 - Chaos Theory

Amon Tobin - OST Splinter Cell 3 - Chaos Theory

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Clubbendes Hirnfutter mit Agententhrillergeschmack
Seit Jahren konstruiert Amon Tobin morbide Clubsounds und düstere Filmmusik fürs Kopfkino. Der Weg zum tatsächlichen Soundtrack war da nicht weit. Mit "Chaos Theory" hat Tobin nun der Computerspielserie "Splinter Cell" seinen Stempel aufgedrückt.

Der dritte Teil der von Tom Clancy entworfenen Serie soll in Sachen Anspruch, Realismus und Aufmachung einmal mehr Maßstäbe setzen. Da kann man es sich natürlich nicht leisten, ausgerechnet am Soundtrack zu sparen. Und so ist "Chaos Theory" denn auch weit mehr als eine mal eben hingeworfene Auftragsarbeit. In enger Abstimmung mit den Spieleentwicklern verleiht Tobin dem Agententhriller mit düsterem Score den letzten atmosphärischen Schliff. Doch Amon Tobin wäre nicht Amon Tobin, wenn seine Musik auf die Bilder angewiesen wäre. So ist "Chaos Theory" ein autarkes Album, auf dem der Künstler zur Hochform aufläuft. Anders als auf dem Vorgänger "Out From Out Where" hält er sich hier gern einmal ein wenig zurück und nimmt den Hörer mit subtilen Mitteln gefangen, statt ihn mit rasender Samplewut zu überfahren. Er lässt es dröhnen und pumpen, verdreht Samples und setzt seine Beats punktgenau. Und landet, jetzt noch cleverer und ausgefeilter, dann doch wieder bei seinen Spezialitäten: morbiden Clubsounds und düsterem Kopfkino. (sc)
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