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Ludwijka (Extended Visit)

Anders Ilar - Ludwijka (Extended Visit)

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Intime Sound-Erinnerungen

Das Berliner Label Shitkatapult gibt sich derzeit erstaunlich ruhig und experimentiell. T.Raumschmiere veröffentlichte unlängst ein Ambient-Album, und auch der Schwede Anders Ilars „Ludwijka“ belebt Electronica neu.

Manchmal ist es schon komisch: Vor fünf Jahren war man dem klickrigen Endlos-Tracks vieler Electronica-Acts überdrüssig, es folgte die große Lust am Tanzen mit Electro-Clash und Minimal. Mittlerweile werden die Töne wieder ruhiger, die Rhythmen weniger druckvoll. Anders Ilar, aus dem Städtchen Ludvika, hat sich als vielseitiger Producer einen Namen auf verschiedenen Labels gemacht – von Techno, über düstere bis heitere Electronica. „Ludwijka (Extended Visit)“ ist ein erweiterter Re-Release der gleichnamigen Vinyl-EP auf dem mittlerweile eingestellten US-Label Merck. Da Anders Ilar auch Shitkatapult nahe steht, war lag die Idee wohl auf der Hand. Sie zu realisieren, hat sich in jedem Fall gelohnt, denn mit diesem Album lässt sich die Lust an ruhigen, dunkel gestimmten aber warm anfühlenden Electronica-Tracks wieder wecken. Die Tracks sind enorm vielschichtig und dennoch durchlässig. Interessant ist zudem, dass Ilar für das Album auf Aufnahmen aus seiner Kindheit zurückgegriffen hat. Insofern handelt es sich bei „Ludwijka“ um ein überaus persönliches, beinahe intimes Album, das durch viele Field Recording-Elemente eine Verbindung aus naturalistischen und kühl elektronischen Momenten eingeht. (jw)

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