Album

A Pox Of Pioneers

Andrew Weatherall - A Pox Of Pioneers

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Eklektizismus zelebrieren

Journalist, DJ, Musiker, Remixer und Produzent: Andrew Weatherall hat viele Gesichter und Pseudonyme. Seine Diskographie ist kompliziert, sein aktuelles Album einfach gut.

Man könnte an dieser Stelle viele gute künstlerische Taten des Andrew Weatherall auflisten. Eine wesentliche: Er produzierte Primal Screams Album "Sreamadelica" (1991). Mitte der Neunziger Jahre veröffentlichte er zudem gemeinsam mit Jagz Kooner (Remixer u.a. für Kasabian) und Gary Burns unter dem Projektnamen The Sabres Of Paradise mehrere Alben auf dem feinen Label Warp. Vor rund zwei Jahren releaste er als Two Lone Swordsmen mit Keith Tenniswood eine Art geteiltes Doppelalbum namens "Wrong Meeting"; gekonnt zwischen Radio- und Club-Tauglichkeit.

Der Mann hat also schon rund zwei Dekaden Erfahrung im Musikgeschäft. Dass er auf seinem ersten Album, dass er unter seinem Klarnamen veröffentlicht, so zeitgemäß klingt: Respekt.

"A Pox Of Pioneers" ist ein im guten Sinne eklektisches Werk. Unüberhörbar schwingt Madchester-Rave darin mit, doch mehr als das. "Let´s Do The 7 Together" beispielsweise ist schlichtweg ein melancholischer Popsong. So schlägt sich Weatherall heutzutage im Zweifelsfalle eher auf die Seite des Songs - und nicht des Tracks. Ein komplexes Album, das phasenweise an die Arbeitweise eines James Lavelle aka UNKLE erinnert. Oder besser gesagt: umgekehrt. Denn Andrew Weatherhall war wie so oft die originäre Referenz.

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