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Burn Your Fire For No Witness

Angel Olsen - Burn Your Fire For No Witness

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Intensiv und verstörend

Ein Jahr nach "Sleepwalker" bringt die Chicagoer Songwriterin Angel Olsen ein Album heraus, das in puncto Intensität seinesgleichen sucht.

Folksängerinnen gibt es ja eine ganze Menge, und viele von ihnen vergisst man recht bald, weil die Musik so austauschbar ist. Angel Olsen dagegen, geboren in Missouri und ansässig in Chicago, geht einem garantiert nie wieder aus dem Kopf: So hinterließ sie schon als Gastmusikerin bei Bonnie "Prince" Billys  "Wolfroy Goes To Town"-Tour einen starken Eindruck; am eindringlichsten ist sie aber als Solokünstlerin.

Ihr neues Album "Burn Your Fire For No Witness" ist - oberflächlich gehört - eine Melange aus Alternative Country, Americana-Lagerfeuer-Atmosphäre und Singer-/Songwriter-Folk, doch das beschreibt nicht die Magie, die von Olsens Stimme, den Texten und ihrer janglenden Gitarre ausgeht. In Songs wie dem sehr expliziten Opener "Unfucktheworld" oder "White Fire" schwelt etwas Unbeschreibliches, als würde gleich die Katastrophe losgehen, von der Angel schon längst weiß, nur ihre HörerInnen noch nicht. Auch "Hi-Five" verbreitet trotz eindeutigem Ohrwurm-Charakter eine Ahnung von Gefahr und Wahnsinn. Die trügerisch harmonische Stimmung kann jederzeit kippen.

Angel Olsens Songs sind den frühen Violent Femmes, Leonard Cohen und David Lynchs Filmen sehr nahe - und genauso verstörend. "Burn Your Fire For No Witness"? Oh nein, hier werden viele gebannt zuhören!

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