Album

Somebody Outside

Anna Ternheim - Somebody Outside

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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herausragend
Vom Schatten ins Licht

Die schwedische Musikszene ist immer wieder für Überraschungen gut. Eine solche ist die wunderbare Anna Ternheim. Mit gerade mal 25 Jahren hat sie ihren ganz eigenen Stil gefunden und präsentiert ein Songwriter-Debütalbum mit dem gewissen Etwas.

Dieses gewisse Etwas, das sie von anderen Singer/Songwriter-Kolleginnen unterscheidet, ist zum einen ihre eindringliche Stimme, deren spröder Klang sofort wieder erkennbar ist. Wenn man denn Vergleiche braucht, dann könnte man wohl Beth Orton als "große Schwester" der Schwedin anführen. Zum anderen sind es die Arrangements, die sehr natürlich und räumlich klingen und damit im besten Sinne "altmodisch" erscheinen. Gerade so, als gäbe es die digitale Aufnahmetechnik noch nicht, mit der heute jeder Schüler im Jugendzimmer perfekt klingende Stücke basteln kann. Das ist auch kein Wunder, wurde das Album "Somebody Outside" doch in einer alten umgebauten Sägemühle auf der Insel Gotland aufgenommen, eine besondere Athmosphäre, die auf den Aufnahmen förmlich zu spüren ist. In Schweden ist das Album sofort eingeschlagen und wurde in vier Kategorien für den schwedischen "Grammy" nominiert. Zurecht wie auch die erste Single "To Be Gone" unterstreicht. Hier schickt sich eine junge Songwriterin an, sich nicht über ihr Erscheinungsbild (auf dem Cover des Albums verschwindet das Gesicht der Sängerin im Schatten), sondern ganz bewusst allein über die Qualität ihrer Musik eine Karriere aufzubauen. In Schweden hat das bereits geklappt. Und jetzt soll sich auch der Rest der Welt verzaubern lassen. (ur)

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