National Anthem Of Nowhere

Apostle Of Hustle - National Anthem Of Nowhere

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ungreifbar und etwas trübe
Kanada ist die Heimat vieler guter Bands. Eine davon, Broken Social Scene, liegt derzeit auf Eis. Eine andere aus diesem Dunstkreis, Apostle Of Hustle, enttäuscht leider etwas.

Nach ihrem 2004er-Debüt „Folkloric Feel“ kommt die Band um den Broken Social Scene-Gitarristen Andrew Whiteman nun mit einem neuen Album um die Ecke. Dieses enttäuscht aber etwas. „National Anthem Of Nowhere“ bietet leider nur eine überschaubare Anzahl an Highlights: Da wären einmal die dezenten wie auch erhabenen Bläser, die mal filigran untermalen, aber auch gerne majestätisch hereinstolzieren, um hochnäsig loszutröten. Das ist kanadisch schön. Manchmal sind es auch die fließenden Beats, die mitreißen oder auch der unaufdringliche Gesang, der vereinnahmt – wenn, dann aber leider viel zu selten. Das gesamte Erscheinungsbild von „National Anthem Of Nowhere“ ist insgesamt so schwammig und ungreifbar, dass man es (selbst als Kanada-Fan) eher als eine trübe, dürftige Geschichte bezeichnen möchte. Die ersten drei Songs sind wirklich stark und eigentlich die volle Punktzahl wert! Leider nur schafft es keins der nachfolgenden Stücke, diesen umwerfenden Anfang zu toppen. "Rafaga" fällt mit seinen World-Anleihen etwas heraus und hätte nicht zwangsläufig auf der Endfassung dieser Platte landen müssen – wie drei oder vier weitere Stücke auch. „Justine, Beckoning“ lässt noch mal aufhorchen, zieht den Karren aber auch nicht mehr raus. Na ja, wäre auch zu schön gewesen. (bb)

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