Silizium EP

Apparat - Silizium EP

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Zwischen real und surreal zappen
In den letzten beiden Jahren sind analoge und digitale Klangmuster immer nahtloser zusammengekommen. Funkstörung, Mouse On Mars und auch der Berliner Apparat sind an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt.

Dass auch Sascha Ring aka Apparat sehr weit vorn mitspielt, beweist seine aktuelle „Silizium EP“ eindrücklich. Sie besteht aus den Rohaufnahmen seiner letztjährigen Peel-Session, gewann aber nachträglich im Berliner Studio mit Raz Ohara als wunderbaren Sänger und dem kleinen Orchester Complexàcord nochmals an Intensität. Im Zentrum steht nach wie vor die vertrackte Apparat-Rhythmik, die erfreulicherweise einer klaren Dramaturgie zu folgen scheint. Parallel dazu schwebt Oharas Stimme. Die Streicher und Bläser erweitern den Aktionsraum in der Tiefe und verleihen dem Sound eine unglaublich heimelige Atmosphäre. Als gäbe es die Möglichkeit zwischen realer und surrealer Welt beliebig zu switchen. Apparats Schroffheit relativiert schließlich jene sich, fast im Pathos, ausweitende Streicheridylle und produziert nebenbei so etwas wie Poptracks. Und als wäre diese EP nicht schon toll genug, da machen sie die Remixe von Rechenzentrum, Telefon Tel Aviv sowie Bus gänzlich perfekt. Lange nicht so geschwärmt. (jw)

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