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Pseudo Visions

Asbjørn - Pseudo Visions

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Jugend forscht

In der ausverkauften Kantine Berghain konnten wir uns, zeitgleich zum Deutschlandrelease seines neuen Albums "Pseudo Visions" ein Bild von Asbjørn verschaffen. Beim Berliner Jungpublikum kommt er bestens an. Ist der Hype um ihn gerechtfertigt?

Credit: Dominik Hisslinger
Credit: Dominik Hisslinger

Foto: Dominik Hisslinger

Als jemand, der die Boyband-Hypewelle in vollstem Ausmaß mitbekommen hat, fühlt man sich wie in die 90er zurück katapultiert. Das ist doch Nick Carter da auf der Bühne oder spinn ich?! 

Selten hat man die Möglichkeit die vorzustellenden Acts auch zeitgleich live erleben zu dürfen. Bei Asbjørn war es jetzt so. Die Kantine Berghain: Sold Out. Ein Hipstertreffen wie es im Buche steht; jeder „individueller“ als der andere, sind sie Wachs in den Händen des dänischen, in Berlin lebenden Newcomers.

Der tanzt sich zu seinem Electropop, in dem es lyrisch zum Großteil um Liebe und selbstreflexionistische Dilemmata geht, die Seele aus dem Leib – mal gefühlvoll balladesk, mal fast schon mit drum’n’bassigem Sound haucht der zarte Junge in das Mikrofon.

"Peudo Visions“ ist Asbjørn zweites Album. Vor ein paar Monaten schon in Skandinavien erschienen, wird jetzt auch der Rest Europas mit diesem ansteckendem Popsound infiziert, der wie Arsch auf Eimer in dieses Musikjahr passt. Ein Jahr, welches auch den Newcomern von Years and Years im Oberstübchen hängen bleiben wird. Mit ihnen lässt sich Asbjørn wohl am ehesten in eine Ecke stellen.

Die Beat- und Soundvariationen – mal mehr, mal weniger einfallsreich und experimentierfreudig – sind voll auf den Gesang ausgerichtet. Wichtig sind dem Mitt-Zwanziger dabei, dass Emotionen rübergebracht werden. Das funktioniert besonders, wenn er solo am E-Piano steht und dazu singt.

Asbjorn’s Hypewelle, auf der er sich seit einiger genüsslich wohl fühlt, mag größer sein, als es dessen Musik vielleicht erlauben würde. Der Junge weiß aber was angesagt ist. Und er hat die Fähigkeit die Masse mitzureißen. Berlin liebt ihn, nicht erst seit diesem Jahr. Pop á lá 2015, Asbjørn wird wohl auch darüber hinaus in aller Munde bleiben.

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