Album

Danses

Astor Piazzola - Danses

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Paganinis Erbe

Laurent Korcia hat schon mit 18 den Genueser Paganini-Wettbewerb gewonnen und das sagt schon eine Menge über sein Geigenspiel, sowohl was die technischen Fertigkeiten, als auch was Leidenschaftlichkeit und Repertoirevorlieben betrifft.

So kam der Teenager 1982 zu dem Privileg, mit Paganinis Guarneri-Geige zu spielen. Da hat er mittlerweile noch eins draufgelegt, denn diese Auswahl tänzerischer und populärer Geigenevergreens spielt er auf einer Stradivari von 1719. "Café 1930", unser Hörbeispiel, stammt aus der Feder von Astor Piazolla. Nur begleitet von einer Gitarre evoziert die führende Violine die Stimmung in einer verschlafenen Tanzhalle irgendwo in Argentinien während der Mittagshitze oder früh am Morgen, lange nachdem die meisten Gäste gegangen sind.

Wie es der Titel schon sagt ist das ganze Album Violinstücken gewidmet, bei denen der tänzerische Charakter im Vordergrund steht. Klassiker von Brahms, Dvorák und Tschaikowsky wechseln mit sich moderneren Werken von de Falla, Kreisler und Grapelli ab. Ihnen allen gemein ist ein einerseits volksmusikalischer und andererseits sehr melancholischer Stil.

Laurent Korcia hat weltweit eine treue Fangemeinde. Er ist einer der wenigen jungen Geiger, die dem virtuosen und leidenschaftlichen Stil des sagenumwobenen "Teufelsgeigers" Paganini nachstreben, der noch um 1900 von vielen legendären Geigern gepflegt, in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts aber von einer intellektuelleren Herangehensweise verdrängt wurde.

1 CD, ca. 52 Minuten

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