Album

Something Wrong

Bang Gang - Something Wrong

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein verschollenes Meisterwerk

Da erscheint im Jahr 2004 eines der schönsten Pop-Alben der letzten Jahre und keiner bekommt`s mit. Kein Wunder: es ist in Deutschland aus unbekannten Gründen nie erschienen.

Der Album-Opener "Inside" war über lange Zeit in der TV-Kampagne eines Duftherstellers zu hören. Normalerweise werden solche Kampagnen genutzt, um die Verkäufe eines Albums in die Höhe zu treiben. Doch da das Album nach wie vor nur als Import aus England zu haben ist, ist die isländische Band mit dem etwas anrüchigen Namen, nach wie vor ein unbeschriebenes Blatt in Deutschland. Bardi Johannson heißt der Mastermind und Multiinstrumentalist der hinter Bang Gang steckt und er hat mit "Something Wrong" nichts Geringeres als ein Meisterwerk geschaffen. Zerbrechliche Songs zwischen Hoffen und Bangen, zwischen dunklen Abgründen und der unterträglichen Leichtigkeit des Seins, zwischen Wachen und Träumen. Die Songs werden von verschiedenen Gastsängerinnen (u.a. Nicolette, Phoebe) gesungen und brennen sich unauslöschlich ins Gedächtnis. Air mit akustischen Instrumenten, so könnte man sagen, wenn man einen Vergleich suchen will. Doch dieses Album braucht keinen Vergleich und es braucht auch keinen Hype. Es steht für sich alleine und es überragt Vieles, was dieser Tage mit großem Tamtam von Plattenfirmen auf den übersättigten Musikmarkt geschmissen wird. In den USA erscheint das Album dieser Tage mit drei Jahren Verspätung. Ein neues Album ist für Ende 2007 angekündigt. Vielleicht merkt`s ja dann hierzulande auch mal jemand? (ur)

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