Moonstruck

Barbara Buchholz - Moonstruck

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Neue Musik auf altem Instrument

Die studierte Musikerin Barbara Buchholz hat sich vor einigen Jahren dem Theremin verschrieben und sucht seitdem neue Ausdruckformen für das älteste elektronische Instrument der Welt. Das wird ganz ohne Berührung und nur durch Handbewegungen in der Luft gespielt.

Das Theremin wurde im Jahr 1919 vom russischen Physikprofessor Leon Theremin erfunden. Es besteht im Grunde nur aus zwei Antennen, eine für die Tonhöhe, eine für die Lautstärke. Das Instrument wird völlig berührungsfrei gespielt und ist somit auch optisch ein immer wieder gerne eingesetztes Gimmick, da der Musiker wie ein Dirigent nur per Handbewegung den Klang steuert.

Barbara Buchholz setzt es nicht nur als Gimmick, sondern als vollwertiges Instrument ein und schreibt Stücke, die mit spärlicher  Begleitung auskommen und irgendwo zwischen Jazz, Neuer Musik und Ambient anzusiedeln sind. Auf ihrem neuen Album "Moonstruck" wird sie von einer ganzen Reihe namhafter Musiker begleitet (u.a. Ulrike Haage, Kammerflimmer Kollektief, Jan Krause). So entstanden 13 überwiegend instrumentale Stücke in ganz unterschiedlicher Besetzung, die das historische Instrument in Szene setzen ohne dass es nervt.

Denn so merkwürdig futuristisch das Theremin auch noch fast hundert Jahre nach seiner Erfindung anmuten mag: mit den spärlichen Mitteln, die zur Verfügung stehen, ist es schon eine hohe Kunst, Musik damit zu machen. Barbara Buchholz beherrscht diese Kunst und rettet ein Stück Musikgeschichte ins neue Jahrtausend.

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