Barbarossa

Barbarossa 2015 (Pressebild)

James Mathé alias Barbarossa kommt ursprünglich aus dem Folk-Bereich und war unter anderem als Musiker für José Gonzalez, Johnny Flynn und Junip tätig. Mit seinem Debütalbum "Bloodflows" lässt er bereits erste elektronische Elemente in seine Musik einfließen, beovr er sich 2015 mit "Imager" gänzlich dem Electro-Soul verschreibt. 

Barbarossa verbindet Elemente aus Soul, Pop, Electronica und Folk zu einer einzigartigen Mischung und fällt dabei besonders durch die emotionale Vortragsweise seiner vielfältigen Texte auf. Auf "Imager" bewegt er sich irgendwo zwischen Herzschmerz und Verdrändung, gibt dabei aber sowohl textlich, als auch musikalisch, niemals die Hoffnung. Auf seinem letzten Album hat er diese Hoffnung auch für seine Heimatstadt Londo nicht aufgegeben: Zwar beklagt er, dass im Herzen von England allmählich alle kreativen Freiräume verschwinden, gleichzeitig verdeutlicht er aber auch einen wichtigen Punkt seiner Musik: Zuversicht, dass sich alles wieder zum guten wenden kann. 

Mathés eigenwilliges Spiel mit Emotionen und Klangwelten macht seine Musik so interessant und zu einem gewissen Maß auch völlig zeitlos. 

Zwei Jahre nach seinem letzten Album erscheint 2017 die neue Single "Griptide". Ein neuer Produzent, ein neuer Sound aber die gleiche Emotionalität: Barbarossa befindet sich auf dem besten Weg, endlich den verdienten Durchbruch zu schaffen. 

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Album

Bloodlines

Barbarossa - Bloodlines

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein bisschen Schliff

Im Vorprogramm von Junip war Barbarossa im Frühjahr 2013 unterwegs. James Mathé legte dabei Doppelschichten ein, übernahm das Warm Up und half bei Junip als Multi-Instrumentalist aus. Während Junip arg unnahbar blieben, machte Mathés gebrochener Electrosoul neugierig auf mehr.

Wie so oft, so ist es auch bei Barbarossa – live haben die meisten Songs mehr Wumms. So wünschte man sich auch für „Bloodlines“ eine Produktion (Adem Ilhan von Fridge übernahm in diesem Fall diesen Job), welche die Feinheiten von Mathés Songs besser extrapolieren und druckvoller präsentieren könnte. In Einzelfällen gelingt das auf „Bloodlines“. „Turbine“ zum Beispiel verfügt auch auf CD über die richtige Mischung aus Power und Verletzlichkeit, aus Minimalismus und Vetracktheit.

Barbarossa - The Load

Andere Songs schaffen es weniger Mathés Ideen richtig zu inszenieren. „Pagliaccio“ zum Beispiel hat das Zeug zum Popsong und steckt erbärmliche Charthits wie „Let Her Go“ von Passenger locker in die Tasche. Am Ende fehlt aber das letzte kleine bisschen Schliff, um Mathé auf kurze Sicht aus dem Vorprogramm von Bands wie Junip heraus zu holen. Langfristig wird ihm das in jedem Fall gelingen, dazu sind auf „Bloodlines“ zu viele großartige Ansätze zu finden.

Download & Stream: 

Alben

News

Barbarossa - Griptide (Bild: Artwork)
TONSPION TIPP

Hitvorhersage: Barbarossa - Griptide

Electro-Soul für den Sommer
Mit seinem Album "Imager" und der gleichnamigen Single sorgte Barbarossa bereits 2015 Wirbel in den Blog-Sphären. Zwei Jahre später veröffentlicht er mit "Griptide" den Song, der ihm wohl endlich zum Durchbruch verhelfen könnte. 

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