Codename: Dustsucker

Bark Psychosis - Codename: Dustsucker

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Die Zeit steht still. Zumindest für sechs Minuten. Die britischen Bark Psychosis betreiben die hohe Kunst der Reduktion in beängstigender Perfektion. Talk Talk haben ihre würdigen Nachfolger gefunden.

Graham Sutton lässt sich gerne Zeit. Da können schon mal gut und gerne zehn Jahre ins Land streichen, um dem 1994 erschienenen Debüt seiner Band Bark Psychosis ein weiteres Lebenszeichen nachfolgen zu lassen. Musik könne er, der sich selbst auch gar nicht als Musiker bezeichnen will, eben nur dann schreiben, wenn er wirklich Lust dazu habe. Alle Zeit der Welt lässt sich Sutton aber auch in seiner Musik selbst – was umso verwunderlicher erscheint, wenn man bedenkt, dass Bark Psychosis einst als lärmschlagende Napalm-Death-Coverband begannen. Aber das ist lange her. Auf "Codename: Dustsucker", jenem lang erwarteten Zweitling, der es Ende 2004 auch gleich in zahlreiche Magazin-Jahresbestenlisten schaffte, wird Entschleunigung in gänsehautentfachender Güte kultiviert. Man findet Musik vor, die von ihrem eigenen Entrücktsein erzählt, die so bedächtig und unaufdringlich auf einen einwirkt, dass man sie beim ersten Hören kaum wahrnimmt. Nur um einen bei jedem weiteren Durchlauf immer mehr und immer intensiver in ihren Bann zu ziehen. Abgedroschener Spruch, aber: Das ist ganz großes Kino. "Vertraue mir", fordert die Stimme im selbst für BP-Verhältnisse sehr sachten "Rose". Was bleibt mir denn anderes übrig? (cp)

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