Levity

Baru - Levity

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Indie-Act der Stunde

Ganz frisch als Leipzigs Band des Jahres ausgezeichnet, bringen Baru ihr neues Album unter die Massen. "Levity" heißt es und ist ein tanzbarer Hybrid aus Synthie-Pop und Indie-Rock-Ohrwurm.

Seit dem viel beachteten Debütalbum "Sailors Of The City" arbeiteten Baru kontinuierlich an neuen Songs. Die müssen im Vergleich zu den älteren scheinbar etwas ausgefallener gewesen sein, holte man sich mit Sebastian Schütze einen vierten Mann ins Boot und auf die Bühne. "Levity" heißt die neue Platte, die Freitag erscheint. 

Was bei baru von je her überdurchnittlich ist, sind die Videos. Sänger Ferdinand sagt selbst, das Ergebnis aus den umfangreichen Videosessions sei ihm persönlich fast so wichtig wie der Song an sich. Dementsprechend stolz dürfen die Jungs auch auf das Ergebnis sein. Aber selbst das schönste Video ist nur halb so wertvoll, wäre der Song unterste Kategorie. 

Der erste Eindruck weiß zu gefallen. War "Sailors Of The City" stilistisch vielleicht noch etwas gewagter, geht die erste Single "Run Dark Horse" mehr in poppige Gefilde. Auf "Paranoia" wird's jetzt sehr 80's-lastig und irgendwie hört man da doch den Einfluss eines Drangsal heraus. Und zwischen diesen beiden Gefilden bewegt sich "Levity" ziemlich stilsicher: Auf der einen Seite ist der Baru-Sound synthielastiger geworden, bleibt, ob der poppigeren Melodien schnell im Gehörgang, zeugt aber auch von ihrem Faible, sphärische und teils schwere Klänge, wie in "H.C.I.T.C." mit treibenden Beats zu vereinen. 

DIese Mischung ist auf den ersten Blick ungewohnt, wartet man doch immer darauf, dass die Nummer endgültig aus den Fesseln gesprengt wird. Die Kunst ist Zurückhaltung. Baru halten "H.C.I.T.C." im Zaum, und gerade das macht den Song extrem stark und interessant.

Eine weitere Facette zeigt "The Unknown". Mit leichtem Hang zum Brit-Poprock á lá The 1975 oder Catfish & The Bottlemen bringen es die vier Leipziger fertig, ohne Irritationen im Achtziger-Synthie-Pool zu fischen, das Ganze aber zielischer in den heutigen Indie-Rock-Kosmos zu befördern. 

Wer Baru bis heute noch nicht auf dem Schirm hatte, den empfehlen wir die kommenden Liveshows. Hier bahnt sich eine Band aus dem Osten der Republik ihren Weg in die Indie-Herzen des Landes. Und ihr könnt live dabei sein.

"Levity" erscheint am 23. September via Kick The Flame.

TONSPION präsentiert die Release-Konzerte von Baru:

24.09.2016 | Leipzig, Neues Schauspielhaus
25.09.2016 | Dresden, Ostpol
30.09.2016 | Erfurt, Franz Mehlose
01.10.2016 | Konstanz, Kulturladen
02.10.2016 | Regensburg, Heimat

Download & Stream: 

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