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Vava Voom

Bassnectar - Vava Voom

Redaktionswertung: 
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Jump Up & Get Down

„Vava Voom!“, Bassnectar feuert aus allen Rohren. Neun Alben hat Lorin Ashton bereits veröffentlicht. In den USA moshen schon Zehntausende zu seinen basslastigen Produktionen, in Deutschland nimmt man ihn jetzt im Windschatten von Skrillex wahr.

Die langen Haare und das Interesse an Rock sind die beiden stärksten Verbindungen zwischen Bassnectar und Skrillex. Wie wichtig Ashton seine Erdung im Rock ist, zeigt sein „Pennywise Tribute“, das man zukünftig statt des Originals bei Toren durchs Stadion des VfB Stuttgart blasen sollte. In den anderen Tracks auf „Vava Voom“ betätigt sich Bassnectar auf zuletzt vernachlässigten Großbaustellen: „Ugly (feat. Amplive)“ beamt einen Zurück in die 90er , als unter der Bezeichnung Jump-Up Acts wie Aphrodite markante Samples mit Sägezahnbasslines koppelten, die vielen D'n'B-Heads zu poppig und zu gerade waren. „What“ ist dagegen ein bissiges Prodigy-Update, dessen Bassline fast so unangenehm klingt, wie der Ultraschall bei der Zahnreinigung.

Ob Bassnectar damit schon am nächsten Revival schraubt oder doch eher Dubstep auf Stadiontauglichkeit aufpumpt, ist nicht die Frage. Denn uneindeutig sind Bassnectar Tracks nicht. Es gibt in die Fresse, manchmal auch an der Grenze des Hörbaren, wenn wie in „Empathy“ hochfrequente Synthies verrückt spielen und man sich fühlt, als wäre man ein Coin in einem Super Mario Level. Aber für ältere Herrschaften jenseits der 30, die Rock noch mit handgemacht in einen Zusammenhang bringen, ist seine Form des Eskapismus nicht gemacht.

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