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Cerulean

Baths - Cerulean

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Schön unfertig

Auf „Cerulean“, dem Debütalbum von Will Wiesenfeld alias Baths, wirkt nichts wirklich fertig. Dem Charme des Improvisierten, des Prekären in Wiesenfelds Songs kann man sich trotzdem nur schwer entziehen.

Folk meets Hip-Hop, damit kennen sich die Macher des US-Labels Anticon aus. Während der letzte Release von Tobacco den Pegel in den roten Bereich drückte, lotet Baths das andere Ende der Skala aus. Seine Songs stolpern und schlurfen, klappern und klingen, als wären sie gerade so fest zusammen gefügt, dass Baths seine eigenen Kompositionen nicht um die Ohren fliegen.

„Cerulean“ ist Bedroom-Producing im besten Sinne: Wer im Liegen arbeitet, kommt nicht in Stress, das wusste schon John Lennon. Will Wiesenfeld befindet sich also in guter Gesellschaft und gönnt sich und uns leider zu wenig Momente von so großer Klarheit wie in „♥“. Lieber lässt er seine Songs im Vagen und auf halbem Wege stecken, als sein Talent komplett zu offenbaren. Dass der 21-Jährige davon eine ziemlich große Potion abbekommen hat, beweisen die schluffigen Songs auf „Cerulean“ auch so. Und jetzt wieder zurück ins Bett mit ihm.

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