Album

bell mondo

bell mondo - bell mondo

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Schöne Welt, Bielefeld

Bielefeld: Ursprung und Wohnort der halben bell mondo. Die andere wohnt in Berlin. Als sich die letzten Bands (Hip Young Things et al.) von OWL aus aufmachten, die Indie-Welt zu beglücken, war Berlin noch nicht der Nukleus der Musikwelt.

Soweit die geographischen Daten, die biografischen künden von der langen Freundschaft zweier Brüderpaare. Fünf gemeinsame Bandjahre garantieren blindes Verstehen, und doch ist bell mondo noch ganz jung. Erst ein halbes Jahr alt und schon so groß, dass die Welt dringend davon erfahren muss. Klar, vieles auf diesem selbstproduzierten Debut atmet die Atmosphäre des Proberaums, doch die Begeisterung für den eigenen, ganz frisch gefunden Sound reißt den Skeptiker mit. Da sieht man nur all zu gerne über die allenfalls Ansätze zu nennenden Gesangsparts hinweg. Aber mal ehrlich, wer hat sich ein einziges Notwist-Abum wegen Markus Achers Gesang gekauft? Eben! Und bell mondos postrockender Indie-Garagen-Rock kann auch ohne Gesang gut. Vielleicht hat an manchen Ecken nur das bisschen Geld gefehlt. Mogwai hätten sich für „After All“ einen königlichen, hundertköpfigen Kinderchor ins Studio holen können und die eingängige Melodie auf ganz großes Kino gepimpt. So hat die schöne bell mondo-Welt den Charme des Unperfekten, des Potentiellen, des „Was wäre wenn“ auf ihrer Seite. Das haben auch die Macher der „Strom und Gitarre“-Compilation gespürt und neben „after all“ auch Kettcar und Hund am Strand auf ihre Compilation gelassen. Wer die ganze bell mondo Welt sein Eigen nennen möchte, wendet sich am Besten an die Band oder probiert es bei Flight 13. (fs)

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