Stories Under Nails

Ben Weaver - Stories Under Nails

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Americana, launisch und prämiert
Immer mehr Achtung, immer mehr Lob wird den Alben Ben Weavers zuteil. Album 4 wird an dieser Tendenz nichts ändern. Denn auch "Stories Under Nails" weiß Freunde der herrlichen Musik zu begeistern - mit eigensinnigen Arrangements und großen Liedern.

Die Americana-Entwürfe des 24jährigen Weaver üben sich im Understatement. Mitunter selbstvergessen holprig arrangiert, wie beiläufig von verschiedenst vor sich hin solierenden Instrumenten getragen, bilden sie musikalische Basis für Ben Weavers Poesie. Amerikanische Befindlichkeit und Randgeschichte wird beobachtet, wiedergegeben, neu arrangiert und eindringlich vorgetragen. Weavers Stimme taumelt, doch sie fällt nicht. Tief und asphaltig schwingt sie sich zu launischen Melodiebögen auf. In ihr treffen sich Tradition und Verunsicherung, gehen zum Beispiel Nick Cave und Bob Dylan Hand in Hand. Sie ist eigenwillig und sie ragt heraus, wie Weavers Output insgesamt. Seine Biografie hält Weaver knapp, greift zwar fast beiläufig eine träge Musikindustrie an, hält sich sonst jedoch an Fakten - "The Rest", so schreibt er, "is in the music." Anhand von vier Songs kann und sollte man sich an dieser Stelle ein Bild machen. (sc)

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