To Disappear Doesn't Mean To Run Away

Bernhard Eder - To Disappear Doesn't Mean To Run Away

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Melancholie III

Fast schon routiniert schleicht sich die Melancholie ins Zimmer, wenn das dritte Album von Bernhard Eder läuft. Trotz einer vielfältigen Instrumentierung, ist es nach wie vor die intime Stimmung, die regiert.

Auch bei "To Disappear Doesn't Mean To Run Away" mag der österreichische Singer/ Singerwriter Eder sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, seine Musik in einem klassischen Studio aufzunehmen. Wie der Vorgänger entstand das neue Werk in heimischen Räumlichkeiten und schafft vermutlich deshalb erneut diese vertraute und melancholische Atmosphäre.

Mit Trompeten-Fanfare (Until The End), Ukulele (In A Forgein Land) oder einen an Radioheads "Creep" erinnernden Anfang (Unexpected) wechseln sich die traurigen Lieder dabei wie kleine warme Regenschauer ab. Auch wenn die Instrumentierung bei dem dritten Album aufgestockt wurde, müssen bei Bernhard Eder die Verweise zu Nick Drake, vor allem jedoch zu Elliott Smith abermals herhalten. Durch solche Refrenzen wird die Schönheit der Lieder allerdings keinesfalls geschmälert. Smith musste sich seiner Zeit häufig eine Nähe zu den Beatles nachsagen lassen und keiner hat gemeckert.

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