Beautiful Lies

Birdy - Beautiful Lies

Label: 
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herausragend
Schön Traurig

Jasmine van den Bogaerde, a.k.a. Birdy, hat mit "Beautiful Lies" ihr mittlerweile drittes Album für alle popbegeisterten Melancholiker im Gepäck. Oder sind es die melancholischen Popbegeisterten? Egal. Hauptsache Melancholie, Pop und Begeisterung.

Mit einem Gesangwettbewerb startete die erfolgreiche Karriere der jungen Britin aus Lymington. Damals war sie zwölf. Zwei Jahre später folgte ihr Debüt mit gefühlvollen Coversongs, das sich auch in Deutschland einen Platz in den Top 20 sicherte. Mit gerade mal 19 folgt nun Album Nummer 3 und - pardon, aber das Wortspiel ist unvermeidlich - das Vögelchen hebt ab.

Schmacht, schluchz, seufz: die Songs sind noch immer gelebte Melancholie. Was hier an stimmlicher Zartheit und Zerbrechlichkeit rüberkommt, lässt das Herz butterweich werden. Allerdings zeigen gerade Titel wie "Keeping Your Head Up" und nach hinten raus "Winter", dass Birdy abseits von reduzierter Instrumentierung sehr gut traurig sein kann. Uns macht das wiederum glücklich.

Man könnte von Florence Welch'esque Zügen sprechen, die sich einschleichen und beinahe etwas aufbrausendes Leben in die Bude (ins Nest?) bringen. So wagt sich Birdy an zarte japanische Klänge ("Growing Pains") oder lateinamerikanische Rhythmen ("Lifted") heran. Das hat etwas Befreiendes, Frisches. Funktioniert. Rahmen dezent variiert, Inhalt gewohnt emotional.

Die deutschen Album-Charts im Stream

Und doch sind es diese vertraut verträumten Titel wie "Shadow" oder "Save Yourself", die die Highlights des Albums bilden. Begleitet von wundervollen Melodien durchleben wir den Herzschmerz und die Leiden des Erwachsenwerdens hörbar mit.

Birdy hat mit ihren zarten 19 Jahren offensichtlich schon einiges er- und durchlebt. Da ist also noch ordentlich Luft nach oben. Es heißt, dass viele MusikerInnen die Inspiration für ihre besten Songs aus unglücklichen Zeiten nehmen. Wenn das Ergebnis ein klasse Pop-Album ist, hofft man leider, aber konsequenterweise, auf etwas schlechtere Zeiten für die Britin. Jedoch mit (musikalischem) Happy End.

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