Album

Feil Knapp

Bjørn Torske - Feil Knapp

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Gut Ding will Weile haben

Schön, dass es immer noch Überraschungen gibt. Alben, die eine längere Halbwertszeit als vier Wochen haben und einem selbst nach exzessivem Hören noch nicht über sind. "Feil Knapp" von Bjørn Torske ist so ein Album.

Torske stammt aus der norwegischen Stadt Tromsø, war schon mit Biosphere und Røyksopp als Keyboarder unterwegs und mag es ansonsten eher gemächlich. Drei Alben hat der Norweger seit 1998 zustande gebracht. Wobei "zustande gebracht" vielleicht etwas zu flapsig daherkommt, angesichts der Aufgeräumtheit und spielerischen Leichtigkeit seines Albums "Feil Knapp". Die falschen Knöpfe, wie es der Titel des Albums suggeriert, hat Torske jedenfalls nicht gedrückt. Im Gegenteil! Seine luftig-dubbigen Housetracks finden vielmehr beim Hörer die richtigen Knöpfe. Mit "Spelunker" gelingt ihm so etwa wie der Prototyp des Gameboy-Dub (wenn es denn so eine Genrebezeichnung braucht ...), in "Hatten Passer" wird so locker und fröhlich gepfiffen, dass man gewillt ist, endgültig davon Abstand zu nehmen, Pfeifen als No-Go der Popmusik anzusehen. Dieser unverkrampfte Zugang zu House und Dub trägt das Album zwar nicht bis in die Clubs oder die Geschichtsbücher. Er sorgt aber dafür, dass Torske einen Platz in der heavy Rotation des eigenen CD- respektive MP3-Players für sich beanspruchen darf. (fs)

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