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Pleasure Pressure Point

Black Affair - Pleasure Pressure Point

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Beta Band meets Depeche Mode

"Was macht eigentlich...?" Eine schöne Rubrik für die letzte Seite einer Zeitung, im Falle von Steve Mason und seinem Projekt Black Affair durchaus Stoff für die Startseite des Tonspion. Bereit für eine Zeitreise in die dunklen 80er Jahre?

Seit vier Jahren ist die Beta Band Geschichte, zerbrochen an den eigenen Ansprüchen. Noch mehr aber an den überzogenen Erwartungen an die Band aus Schottland, in denen einige die Retter des Pop sahen. Inzwischen ist nerdiges Aussehen und musikalische Uneindeutigkeit schick und statt der Beta Band sitzen Hot Chip fest auf dem Thron des Popolymp der Verschrobenen. Dabei hat Steve Mason, die markante Stimme der Beta Band, seit dem Split nicht aufgehört Musik zu machen. Nach King Biscuit präsentiert er mit Black Affair sein zweites Projekt.

Eine Affäre mit der dunklen Seite der Electronic hat sich Mason auf "Pleasure Pressure Point" angelacht. Man möchte schwören der Geist von Anne Clark hätte bei den Aufnahmen im Studio vorbei geschaut, dabei hat sich Mason lediglich von Jimmy Edgar unterstützen lassen. "Pleasure Pressure Point" ist Synthie-Pop, der unschuldigen Art, dabei sitzt Mason der Schalk im Nacken: "Let me see You sweet" fordert er vehement und plündert mit Wonne den Krabbeltisch der Basslines und Flächen, mit denen schon Depeche Mode ihren Ruhm begründeten.

Florian Schneider / Tonspion.de

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