Album

The Moment You Realize You're Going To Fall

Black Light Burns - The Moment You Realize You're Going To Fall

Redaktionswertung: 
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herausragend
Seelen-Striptease

Düster, brachial und immer ein bisschen neben der Spur: Limp Bizkit-Gitarrist Wes Borland befreit sich auf dem neuen Black Light Burns-Album von musikalischen Altlasten und kehrt dabei sein Innerstes nach außen.

Es sei das persönlichste Werk, dass er je geschaffen hat, so Wes Borland. Die Rede ist von „The Moment You Realize You're Going To Fall“, dem zweiten Studioalbum seines Soloprojekts Black Light Burns. Die insgesamt fünfzehn Songs spiegeln Borlands Gemütszustand der vergangenen Jahre nur allzu gut wieder. Das kurze, aber intensive Intermezzo bei Marilyn Manson und das ständige rein und raus bei Limp Bizkit haben hörbar Spuren bei Wes Borland hinterlassen, und so präsentiert sich der Saitenhexer mit seinen drei Background-Mitstreitern in einem weitaus düsteren musikalischen Gewand, als noch zu Debüt-Zeiten.

 

 

Eine gute Stunde lang  sprengt das Album sämtliche Alternative-Konventionen. Borland schreit, jauchzt und brüllt sich die Seele aus dem Leib. Die Industrial-lastige Basis wird dabei immer wieder mit schroffen Punk- und Rockelementen ins Wanken gebracht. Nicht immer nachvollziehbar, aber stets fesselnd prescht das ungefilterte Innere Borlands durch die Boxen.

„Splayed“ entpuppt sich dabei als einer der Eckpfeiler des Albums. Treibend und mit fettem Groove behaftet  zieht der Song eine Schneise der Zerstörung hinter sich her. Borlands Reznor-Organ gibt dabei die Richtung vor und verbannt spätestens im Refrain sämtliche Autotune-Programme aus dem Studio. Was anfangs eher verstörend und ziellos wirkt, schnürt sich spätestens ab dem zweiten Durchlauf einen dicken roten Faden um die Taille. Der lässt sich dann aber auch nicht mehr lösen.

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