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Solid Ground

The Black Seeds - Solid Ground

Redaktionswertung: 
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mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Die Wärme des Pazifiks

Bei vier Millionen Einwohnern muss man in Neuseeland für Platin nicht so furchtbar viele Platten verkaufen. Dass dieses Kunststück einer Reggaeband zweimal hintereinander gelingt, kann dennoch als kleines Wunder gelten.

In Deutschland können The Black Seeds locker unter "Geheimtipp" abgebucht werden. Die Uckermark ist eben nicht Neuseeland. "Solid Ground" macht es einem aber auch unnötig schwer und will partout nicht wie ein Reggaealbum aussehen: Sternennebel statt in rot-grün-gelb getauchte Widerstandsposen. Rootsdogmatismen sind The Black Seeds fremd und die Überaffirmation eines Gentleman, der in Deutschland nicht unbeträchtlichen Erfolg hat, ist nicht ihre Sache.

The Black Seeds setzen auf Seele, "we´ve got no time for negative vibes" heißt es in "Come To Me". Wer "Solid Ground" auflegt, spürt augenblicklich die Wärme, die dieses Album ausstrahlt. Das findet man sonst nur auf "Based On A True Story" von Fat Freddy´s Drop. Es kann kein Zufall sein, dass die Band um Joe Dukie ebenfalls aus Neuseeland stammt. Muss an der Luft da unten liegen oder am Wetter. Oder das Gras ist einfach besser da.

Florian Schneider / Tonspion.de

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