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Black Yaya

Black Yaya - Black Yaya

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Alte Schule

Für sein selbstbetiteltes Solo-Debüt macht Herman-Dune-Hälfte David Ivar alias Black Yaya einen Schritt zurück zur DIY-Analogie und charmant altmodischem, Beatle-eskem Singer/Songwriter-Pop.

Eins vorweg: Bei Black Yaya handelt es sich keineswegs um einen Newcomer, sondern vielmehr um das neue Alter Ego von David Ivar, einer Hälfte des französischen Duos Herman Dune - ein Showbiz-Erfahrener also, der mit seiner Indiepop-Band seit 2000 schon elf Studioalben veröffentlicht hat.

Für sein selbstbetiteltes Solo-Debüt unter dem neuen Moniker bleibt der Franzose weitestgehend in der gewohnten Klangästhetik, geht allerdings noch einen Schritt weiter - nicht nach vorne, sondern zurück, zur DIY-Analogie mit Vierspurrekorder und praktisch im Alleingang.

Ivars erklärte Vorbilder Chuck Berry, Bob Dylan und John Lennon hört man auf dem neuen Album mehr denn je heraus, denn unter der zunächst etwas unpoliert wirkenden Oberfläche der mehr als üppigen Instrumentierung (erhöhter Schwierigkeitsgrad beim Hören: alle Instrumente identifizieren, die zum Einsatz gekommen sind) und der romantisch gefärbten Abwehrhaltung gegen digitale Hightech-Annehmlichkeiten verbirgt sich reinster Singer/Songwriter-Pop der alten Schule und eine geradezu Beatle-eske Melodiösität.

Großzügigst verziert und ausgeschmückt werden die hörbar liebevoll produzierten und mit Ivars warmer, sympathischer Stimme vorgetragenen Songperlen mit allerhand Genre-Versatzstücken, die von Postpunk über oldschooligen Rock'n'Roll und verträumten Blues-Funk bis hin zu Mundharmonika-Folk reichen. "Black Yaya" ist bei aller Vielschichtigkeit kompakt und schlicht gehalten, eingängig, und die meiste Zeit vor allem: schön.

Wer sich davon live und in Farbe überzeugen will, dem sei die erste Solo-Tour des altmodischen Franzosen ans Herz gelegt. Die führt Black Yaya im April nämlich für vier Konzerte auch nach Deutschland.

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