Album

The Craft

Blackalicious - The Craft

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Raffiniertes Hip Hop-Handwerk

„Ich glaube, es ist unser bestes Album“. Liest man solche Sätze, ist meist Vorsicht geboten. Zu oft verbirgt sich dahinter nur einfaltsloser Durchschnitt. Auch MC Gift of Gab spricht so über das neue Album von Blackalicious. Ob er Recht hat?

Zumindest haben sich Blackalicious mächtig ins Zeug gelegt, um den Boden für ein besonderes Album zu bereiten. Angeblich hat DJ Chief Xcel über 120 Songs gemeinsam mit einer eigens zusammengestellten Band eingespielt. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Parts anschließend seziert, präpariert und neu zusammen gesetzt. Xcel versteht sein Handwerk, und so bilden die Backing Tracks von „The Craft“ eine dichte Basis für die Raps von Gift Of Gab. Ob ihm Xcel gut gelauntem Funk auf die Kopfhörer legt, George Clinton zur gemeinsamen P-Funk-Session vorbeischaut, Gift Of Gab lächelt und schüttelt mit der Leichtfüßigkeit eines Tänzers die unglaublichsten Lines und Storys aus dem Rhymebook. Bis zum letzten Ton des Titelsongs entwickeln Blackalicious neue Ideen. In „Side to side“ zeigen sie den Black Eyed Peas, dass ihre Nachfolger schon bereit stehen. Mit „Egosonic Wardrums“ und „The Craft“ begeben sich Xcel und Gab auf die Suche nach ihrem Place in Space. “The Craft”: Solides Handwerk? Wohl kaum! Vielmehr eines der raffiniertesten und besten HipHop-Alben der letzten Zeit. Wieder einmal bestätigen Blackalicious die Ausnahmestellung der Rap-Szene rund um das Quannum Project. (fs)

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