Penny Sparkle

Blonde Redhead - Penny Sparkle

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend

Zwei Songs hatten sie schon vorhören lassen, ohne zu verraten, wann uns wie und was auf dem neuen Longplayer erwarten würde. Nun ist alles klar: "Penny Sparkle" glänzt anders, als man erwartet hatte. Ruhig, dunkel und fast schon ätherisch sphärisch.

Blonde Redhead sind seit fast 20 Jahren für manch einen die musikalische Instanz schlechthin - andere werden mit dem Trio aus New York auch nach all den Jahren und Releases auch bei bestem Willen nicht warm. Wie man das neueste Werk dieser Band nun einzuordnen hat, ist schwer zu sagen: Wird es dem Fan gefallen - oder doch dem, bei dem Blonde Redhead zuvor nie Zugang erhielten?

Die Chancen, dass der alte Fan enttäuscht und die Band sich nun mit "Penny Sparkle" neue Zuhörer erspielt, sind nicht völlig utopisch. Da ploppten vor geraumer Zeit bereits zwei Songs im Netz auf, die es schon andeuteten: Blonde Redhead nehmen ein bisschen Schwung raus, schalten einen Gang runter. Punktiert specken sie ab, mit mehr Elektronik im Rücken werden sie eingängiger, ruhiger und entspannter. Fast schon sphärisch, mit weniger Gitarrengepicke und noch mehr herumgeisternder Stimme, wandeln sie inzwischen deutlich auf den Spuren der ehemaligen Labelkollegen Cocteau Twins, die diesen Stil in den 80er Jahren geprägt haben. So findet sich vielleicht nun auch der ein oder andere Fan, dem die Band bisher zu krachig war und es lieber etwas ausgewogener mag. Hymnische Überhits wie "23" finden sich auf dem neuen Werk aber leider nicht.

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