The Blood Brothers - Laser Life

Prog-Rock ist schon so eine Sache. Mittlerweile ist er zu einer fast negativ behafteten Schublade geworden, beherbergt er doch mehr und mehr durchgeknalltes Gefrickel und nicht enden wollendes Improvisieren, das den mitreißenden Rock allzu oft stiefmütterlich behandelt. Die Blood Brothers aus Seattle machen hingegen Progressives, ohne jemals das rockige Moment zu vergessen. 1997 gegründet, drei Jahre später mit "This Adultery Is Ripe" debütiert und gleich ein Jahr später mit "March On Electric Children" nachgelegt.

Klar, dass die großen Namen des Bizz hellhörig bei so viel Lärm wurden. Ross Robinson, bekannt durch seine Arbeit mit Limp Bizkit, Korn, Slipknot und auch guten Bands wie At The Drive-In, produzierte das dritte Album und I Am Recordings veröffentlichte. Dann folgte das großartige Album „Crimes“ und auch Guy Picciotto, Fugazi-Mitglied und Rites of Spring-Begründer, fuchtelten bei den Blutsbrüdern mit herum.

Auch mit ihrem fünften Album tragen Blood Brothers das Erbe von Refused und At The Drive-In weiter. Sie schaffen es, Abgefahrenes in anspruchsvoller Hardcore-Manier zu kreieren, ohne dabei in eine Proll- oder Kunstniesche abzudriften. Hart und aggressiv, aber immer instinktiv und auf den Punkt. Hardcore-Geknüppel tankt sich in kurzen Popmomenten auf, um noisig zu attackieren. Verrückt. Wahnsinn. Genau richtig. (bb)

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