Album

Awesomer

Blood On The Wall - Awesomer

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Indierock in Bewegung

Das Bruder-Schwester-Kumpel-Trio Blood On The Wall füllt sein zweites Album mit sperrigem Indierock. Schön kantig und mit viel vom Besten der Neunziger legt "Awesomer" alte Musikrezeptoren frei und triggert Erinnerungen.

Gemeinsam mit Drummer Miggy Littleton lassen Courtney und Brad Shanks "Awesomer" durch Ideen, Indierockzitatparaden und sauber ausformulierte Hits holpern. Mal simpel verspielt, mal ausgelassen beatlastig, mal schwerfällig walzend erfinden sie das Rad auf von Lied zu Lied neue Weise nicht neu. Das ist oft super und - sauber aufgeteilter Bruder-Schwester-Gesang sei nicht zuletzt Dank - erinnert in seinen besten Momenten an die umwerfende Unentschlossenheit von Sonic Youths "Dirty". Doch im Gegensatz zu diesem klingt "Awesomer" oft uncool unfertig. Da können Blood On The Wall so manchen Song zwar formidabel in Bewegung setzen, wissen aber nicht so recht, wie sie ihn ins Ziel fahren. Dann wurschtelt und wuselt man irgendwie herum, bis die zwei bis drei Minuten voll sind und die Musik einfach aufhört. Das hat, na klar, durchaus Charme. Doch wo famos runde Rockhits wie "Reunite On Ice" zusätzlich mit einem Haufen weiterer Qualitäten punkten, verlieren diese reinen Charmevehikel schnell an Wirkung. Awesomer als so manches andere ist "Awesomer" sicher. Nicht immer jedoch awesome genug. (sc)

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