Album

Nomad

Bombino - Nomad

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Tuareg Blues

Omara „Bombino“ Moctar stammt aus dem Niger, sein Gitarrenspiel erinnert aber an die großen Namen des Blues. Gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) hat er „Nomad“ aufgenommen, ein berührendes Album, kraftvoll, aufmüpfig und ernsthaft.

Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Ausläufer der Sahara erstrecken sich über weite Teile des Landes, in dem die Tuareg knapp zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen. Zu ihnen gehört Omara Moctar, besser bekannt als Bombino. Der 33-jährige brachte sich das Gitarre spielen selbst bei, in endlosen Stunden, die er beim Hüten der Tiere seiner Familie verbrachte.

Dokumentarfilmer Ron Wyman ist es zu verdanken, dass Bombino in den USA tourte und gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) an seinem vierten Album „Nomad“ arbeitete. Wyman hatte Bombino 2009 zum Protagonisten eines Dokumentarfilms über Agadez gemacht, der größten Stadt im Norden des Niger, und sein drittes Album produziert. Auerbach putzt Bombinos Sound behutsam heraus. Er verleiht ihm das dreckige Volumen, das die Alben von The Black Keys auszeichnet.

Auf „Nomad“ glänzt, was auf Bombinos früheren Alben aufschien: Eine moderne und berührende Form des Blues, der seine Wurzeln in Afrika, mit dem Begriff „Weltmusik“ aber nichts mehr zu tun hat. „Her Tenere“ ist einer dieser flirrenden, polyrhytmisch tickenden Niger-Blues-Stücke, in denen Bombino seine Gitarre die Rolle des Übersetzers übernehmen lässt: locker-lässig und mit dem nötigen Ernst.
„Nomad“erscheint am 12.04.2013.

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