Bonobo Migration

Bonobo - Migration

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Virtuos und tiefgründig klingt auch Bonobos sechstes Album „Migration“ und lässt uns zwischen Tanzfläche und Massageliege pendeln.

Bonobo - No Reason (feat. Nick Murphy aka Chet Faker)

Nach dem Erfolg seines letzten Albums „The North Borders“ (2013) ist Simon Green aka Bonobo, Vorreiter des Downtempo Genre, viel gereist und hat sich mit neuen Orten, ihren Menschen und deren Herkunft beschäftigt.

Spürbar wird das besonders bei dem rituellen Tanztrack „Bambro Koyo Ganda“, den er mit der marokkanischen Band Innov Gnawa aus New York für sein sechstes Album aufgenommen hat.

In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Nick Murphy, bisher bekannt als Chet Faker und Michael Milosh, markante Stimme der Band Rhye, wurde der feingliedrige Bonobo Sound zusätzlich mit Gefühl aufgeladen.

So wiegt uns „Migration“ ganz ohne Meditations-App in eine Trance. Mal klingt es nach vier Uhr morgens in einem Londoner Nachtclub kurz vor der Closing Hour, und mal fühlt es sich an wie eine Ganzkörpermassage in einem fernöstlichen Yoga Retreat. Bewegung und Entspannung, Abtanzen und Ausruhen – all das ist hier zu einem Album verschmolzen.

Gekonnt langsam schleicht es sich an, zeigt uns bei jedem Stück eine neue Facette und berührt dadurch tief und nachhaltig. Hört man genauer hin, erkennt man vielleicht sogar den Fahrstuhl in Hong Kong, Regen in Seattle und einen Wäschetrockner in Atlanta, beruhigende Alltagsgeräusche, die Bonobo aufgenommen und gesamplet hat. Ähnliche Außenaufnahmen verarbeitet Bonobo schon in seinem Vorgängeralbum. So bringt er dezent immer wieder spannende, neue Elemente ein und bleibt doch dem typischen Bonobo-Sound treu.

Insgesamt ein vielseitiges und minutiös produziertes Album, das sich auch nach mehrmaligem Hören nicht abnutzt, sondern immer mehr zum Lieblingsalbum entwickelt.

Album Tracklisting:

01. Migration

02. Break Apart (feat. Rhye)

03. Outlier

04. Grains

05. Second Sun

06. Surface (feat. Nicole Miglis)

07. Bambro Koyo Ganda (feat. Innov Gnawa) 

08. Kerala

09. Ontario

10. No Reason (feat. Nick Murphy) 

11. 7th Sevens

12. Figures 

Live:

15.02.17 Hamburg, Docks (ausverkauft)

16.02.17 Berlin, Columbiahalle (ausverkauft)

17.02.17 Köln, Live Music Hall (ausverkauft)

18.02.17 Frankfurt, Batschkapp (ausverkauft)

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