Album

Songs for the Locust King

The Book of Daniel - Songs for the Locust King

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Vielschichtige Geräuschkulisse

Zwischen Skandinavienpop und Book of Daniel liegen ganze Welten, denn diese Schweden machen das mit dem Jazz, was Kaizers Orchestra mit der Polka macht - das Ergebnis ist eine komplexe Musikmixtur, dass es nur so schäppert und kracht.

The Book of Daniel nennt Daniel Ingemar Gustafsson sein neues Projekt. Bereits in Verbindung mit seinem kleinen Bruder Martin alias Boy Omega, Björn Kleinherz und dem Gitarristen von Tiger Lou Mathias Johansson wurde man bei dem gebürtigen Schweden hellhörig. Daniel hat seine Zelte abgebaut und geht nun mit neuem Orchester neue Wege.
Sein Debütalbum ist ein musikalisches Fragment, das sich in einem Musikstil wiederfindet, den man fast ausschließlich in Skandinavien entdeckt: Man verspürt komplexe und rasante Songstrukturen, die man z.B. vom norwegischen Kaizers Orchestra gewohnt ist, wenn auch ohne jeglicher Affinität zur Polka, jedoch dafür zum Jazz mit ähnlich scharfer und vielschichtiger Geräuschkulisse durch Instrument und Chor.

In den Momenten, in denen die Platte zu komplex und agil klingt, sollte man sich auf das Saxophon konzentrieren, das sich immer wieder kehrend unisono an Daniels Stimme anschmiegt, dem Klang so eine jazzige Nuance verleiht und die Musik von seiner Schwere zu befreien versucht - was an vielen Stellen hervorragend funktioniert. (sp)

Ähnliche Künstler