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Appreciation Night

Bound Stems - Appreciation Night

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Frisch gemischter Indie-Cocktail

Unbekümmerter Indierock aus einer wohl bekannten aber auch sehr wohl bekommenden Mischung. Bound Stems haben exakt das richtige Verhältnis gefunden.

„Chicago“ ist ja mittlerweile fast schon zu einem Schimpfwort geworden; zumindest aber zu einer Art Schubladen-Aufkleber. Man ist geneigt, präjudizierend „Postrock” oder „Post-Postrock“ zu rufen, sobald eine Band aus dieser Stadt kommt. Verquere Kopfmusik oder intellektuelles Geschraube meint man vorausahnen zu können. Bound Stems enttäuschen hinsichtlich dieser Vorverurteilung gänzlich. Denn mit „Appreciation Night“ hauen sie dem Hörer ein Debütalbum um die Ohren, das selbige frisch und frei durchspült. Neben der ansehnlichen Anzahl von 15 Tracks fegt hier jungfräulicher Indierock in kurzweiliger Darbietung aus den Boxen. Dieses Quintett hat richtig gut gemischt! Denn hier wird mit einer Art Doppeltmut gespielt: mutig lärmend, aber stets auch mutig den Pop zelebrierend, haben Bound Stems eine Mixtur kreiert, die in ihren Zutaten perfekt ausgewogen und vollwertig ist. Sie vermengen eine schöne, Cursive-ähnliche Schräglage mit Modest Mouse’scher Freshness und der Coolness von Built To Spill. Und all das im richtigen Verhältnis zueinander ergibt einen Indierock-Cocktail, der mitreißt. Auf der Seite des (sich um die Musik neben den Schubladen kümmernden) Labels Flameshovel gibt es gleich zwei Songs vom hier besprochenen Album und zudem noch zwei ältere EP-Tracks. Sehr fein. (bb)

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