Album

Closer To Closed

Braid - Closer To Closed

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Nostalgiefühler

Was sind schon zwölf Jahre? Als wäre nichts gewesen, als hätte man nur kurz geblinzelt, sind plötzlich Braid wieder da. Die Band aus der Zeit, in der Emo noch nicht in erster Linie Haarmode war, ist aus ihrem langen Schlaf erwacht und kehrt im kleinen Format zurück.

1998 brachte mit "Frame And Canvas" das dritte Album der Band aus Illinois. Es bescherte der Band den kleinen Durchbruch, etliche Konzerte, viel Aufmerksamkeit und viel zu tun. Am Ende waren Braid angeschlagen und genervt, lösten sich auf und verschwanden. Nun: Rückkehr, kleines Format, neue Musik. Einfach so, weil es Spaß macht.

Alle sind sie ja eh noch Freunde, drei von vier Braids spielten zwischendurch bei Hey Mercedes, und 2004 hatte es sogar ein paar Braid-Konzerte gegeben. Neues Material entstand jedoch nie, dafür wurde man getrennt und gemeinsam älter: Familien, Berufe, das normale Leben. "Closer To Closed" bringt nun die ersten neuen Stücke nach zwölf Jahren. Und Braid präsentieren sich 2011 als das, was sie sind: Eine ältergewordene Kumpelband, die mal wieder Lust hatte und sich ein bisschen Zeit im Alltagsterminkalender freischaufelte.

Mit drei neuen eigenen Liedern und einem Stück des verstorbenen Jeff Hanson kommt hier zeitloser Gitarrenpop, der trickreich mit eckigem Beat, zerstreutem Picking und bekümmert-schöner Melodie die Nostalgiefühler umschmeichelt. Alles ist entspannt gealtert, alles ein bisschen mehr Sehnen als Drängen, ein bisschen mehr Nachhausekommen als in die Welt stürmen, und ob da nun noch ein Album erscheint, ist für den Moment doch egal. Schöne Stücke, schöne EP, schönen Gruß von den alten Freunden.

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