Kraft

Bratze - Kraft

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Kraft strotzender Techno-Rock-Hybrid
Bratze klingt nicht gerade freundlich, soll es wohl auch nicht. Die beiden Hamburger Herren Clickclickdecker und Der Tante Renate wollten bei ihrer gemeinsamen Sache keine Kompromisse eingehen. Dementsprechend nach Sau-raus-lassen klingt das erste Album.

Manchmal sind die Schnittpunkte so leicht herzustellen. Kevin Hamann ist in der Indie-Szene als Clickclickdecker kein unbekannter mehr. Norman Kolodziej hat als alter Rocker mit Der Tante Renate seine rauen Wurzeln in den Techno-Kontext übernommen. Beide für sich sind also als Solo-Künstler sehr eigen.
Zusammen spielten sie vor circa zwei Jahren das erste Mal. Und es ging von Anfang an um die Vermengung ebendieser eigensinnigen Charaktere. Kein Part kommt mehr oder weniger zum Zuge. Es lebe der unberechenbare Techno-Indie-Clash mit Punk-Attitüde. Das erste Album „Kraft“ heißt wohl nicht umsonst so. Kraft strotzend und etwas breitbeinig klingt es, kompromisslos und teilweise auch pubertär. Techno und Rock wird gleichwertig in seiner jeweiligen Härte ausgespielt.


Im Bratze-Slang heißt das: PunkRaveAggroBolz. Und gebolzt wird hier tatsächlich. Nur beiläufig lassen sich Melodien und Wohlklang heraushören. Der Gesang von Kevin Hamann ist überraschend rotziger und rauer als bei seinen Solo-Alben. Wer nun vermutet, die beiden würden auf den Nu Rave-Zug aufspringen, der täuscht sich. Auch wenn „Kraft“ weder etwas für die klassische Techno- noch für die eingefleischte Rock-Fraktion sein dürfte, für das bunte Rave-Revival ist Bratze zu eigensinnig und zu wenig catchy. Schlecht ist es deswegen allerdings keineswegs.


Jens Wollweber / Tonspion.de

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