Four Winds

Bright Eyes - Four Winds

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
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herausragend
Dezenter Weltschmerz

Wenn Freunde des anziehenden Weltschmerzes und des sie tröstenden Rotweins auf irgendetwas aus der Musikwelt warten, dann auf das kommende Bright-Eyes-Album. Das Warten hat nun bald ein Ende und wird obendrein mit dieser Vorab-EP noch verkürzt.

Conor Oberst hat im letzten Jahr viel Zeit im Studio verbracht. Das war auch nötig, hat er sich selbst doch die Latte sehr hoch gelegt. Mit Latte ist der musikalische Doppelschlag aus 2005 namens "I`m Wide Awake, It`s Morning und Digital Ash in a Digital Urn" gemeint, der die Standards für einen Nachfolger ganz oben angesetzt hat. Mehr als ein Vorgeschmack auf das neue Album „Cassadaga“ soll die Anfang März erschienende EP „Four Winds“ sein, die neben dem gleichbetitelten Albumtrack mit fünf exklusiven B-Seiten aufwartet. In rund fünf Wochen wird dann das neue Langspielalbum folgen, auf dem neben den altbewährten Bekannten (und nun auch offiziell als feste Bandmitglieder aufgenommenen) Mike Mogis und Nate Walcott, auch Sleater-Kinney-Schlagzeugerin Janet Weiss zu hören sein wird. „Cassadaga“ wird als orchestral angekündigt, gibt mit der „Four Winds“-EP aber eine vorerst noch gewohnt countryeske und - im positiven Sinne - Rotwein durchtränkte Einstimmung. Dezent vom Schmerz der Welt inspiriert, wird poetisch melancholischer Folkpop geboten. „Tourist Trap“ ist der Song, der die EP abschließt und gleichsam die Vorfreude auf den Longplayer weiter zuspitzt. Das Warten lohnt sich im Hause Saddle Creek ja eh meistens, speziell wenn Herr Oberst sich ankündigt. (bb)

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