Album

Side By Side

Brokof - Side By Side

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Spree-Beatles

Auch ohne Pilzkopf-Frisuren haben die Berliner Indie-Folkpopper von Brokof mehr Lennon/McCartney-Vibes inne, als so manch professionell aufgezogene Tribut-Band der „Fab Four“ aus Liverpool. Der Beweis: ihr im Oktober 2012 erscheinendes  zweites Album „Side By Side“, welches mit wahlweise beschwingten oder nachdenklichen Easy Listening-Klängen all das auffährt, was die Pop-Branche vor Jahrzehnten zum Laufen brachte.

Kaum eine Band  findet sich häufiger ganz oben auf der Referenz-Liste aufstrebender PopRock-Combos wieder wie die Beatles. Doch nur selten stellt das Schaffen der Nachfolgegenerationen eine dermaßen nahe Verbindung zum Original her, wie im Fall der Berliner Band Brokof. Bereits der Songeckpfeiler „Smile“ ihres Debütalbums „Softly, Softly Catchy Monkey“ aus dem Jahr 2010 huldigte dem Treiben der „Fab Four“ auf beeindruckende Art und Weise. Nun legen Brokof mit ihrem zweiten Album „Side By Side“ nach und karren dabei abermals den Berliner Mauerpark an die legendäre Abbey Road.

Mit folkigem Pop und unbekümmerter Good Vibrations-Attitüde paaren sich lebensbejahende Rhythmen und haufenweise eingängige Melodien mit intelligenter Lyrik. Fragen und Antworten halten sich die Waage, wenn die vier Berliner mit Songs wie „Lost In The City“, „Two Steps Back“ oder dem Drum-lastigen 60s-Rocker „Coorperate“ Retro-Klangbilder in die Neuzeit transportieren. Frei von überproduzierten Arrangements schreiben sich Brokof ambitionierten Minimalismus auf die Fahnen und erinnern dabei an Zeiten, in denen das mittlerweile nur allzu oft hinkende Pop-Genre laufen lernte.

Download & Stream: 

Alben

News

Quick-Date mit Brokof

Quick-Date mit Brokof

"Kultur war irgendwie nie wirklich ein Gut für die Masse"
In unsere Rubrik "Quick-Date" zerren wir Musikschaffende für keine kurze Frage-Antwort-Session auf die Redaktionscouch. Heute mit dabei: Fabian Brokof.

Ähnliche Künstler