Album

Vagabund

Caethe - Vagabund

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Angekommen

Eine der spannendsten deutschen Songschreiberinnen ist mit neuem Album zurück. Cäthe zeigt sich auf "Vagabund" erfrischend positiv und gelassen.

Credit: Thorsten Dirr
Credit: Thorsten Dirr

Foto: Thorsten Dirr

Catharina Siehland hat in ihrem 32 Jahre dauernden Leben viel erlebt. Sie putzte im Sexshop, verkaufte Crepes auf dem Weihnachtsmarkt oder beizte Möbel ab. Viel wurde über sie und ihre Musik geschrieben. Von der Sinnsuche, dem langen und intensivem Weg sich selbst zu finden und dabei auch das ein oder andere Fettnäpfchen mitzunehmen.

Ausdruck der Suche und all der Erfahrungen sind ihre Alben. „Ich komm mir langsam vor, wie jemand der ich bin.“, singt sie in ihrem Opener „So oder So“. Auf ihrem neuen Album „Vagabund“ bleibt sie kurz stehen. Hält inne und rekapituliert, zu was für einen Menschen sie sich mittlerweile entwickelt hat.

”Falls dich die wahre Liebe erreicht, leb sie wild und bring sie heim.”

Cäthe als Mensch sympathisch zu finden, fällt nicht schwer. „Unangepasst“ ist wohl die am häufigsten zu lesende Zuschreibung über die Neu-Berlinerin. „Authentisch“ würde es wohl besser treffen. Denn Sie ist ihre Musik, ihre Songs sprechen aus ihr, sprechen für sie und legen ihr Innerstes nach außen, für jeden sichtbar und zugänglich.

„Vagabund“ ist ein locker-sympathisches Feel-Good Album, losgelöst von den Zweifeln und Ängsten, die auf den Vorgängeralben Ich muss gar nichts oder Verschollenes Tier noch zeitweise aus ihr sprachen. „Momentan sind wir freie Kinder. Ich sag: 'In allem, in dem Wir nicht frei sind, sind wir dumm.' "

Dass Cäthe in der Lage ist, ein ganzes Gefühlschaos auf eine einzige Zeile zu bannen, sind wir von ihr gewöhnt. Eine herausragende Songschreiberin ist sie von je her. So bleibt man beim hören von „Vagabund“ an ihren Lippen kleben, wenn sie über die eigene Familiengeschichte („Foto im Portmonnaie“), Beziehungskapriolen („Hallelujah“) oder Remineszenzen an die Woodstock-Ära („Unter Palmen“) erzählt.

Cäthe ist als Musikerin längst in der Szene etabliert. Frei von irgendwelchen Zwängen präsentiert sie sich auf „Vagabund“ herrlich positiv und lyrisch, wie immer, auf höchstem Niveau. Nach ihrer „Camping-Tour“, auf der sie die Campingplätze der Nation abklapperte, folgt im November eine weitere, ganz traditionelle Tour durchs Land. Besuch wärmstens empfohlen.

Cäthe live:
04.11. Dresden (Beatpol)
05.11. München (Ampere)
06.11. Berlin (Kesselhaus)
07.11. Köln (Luxor)
08.11. Hamburg (Mojo)

http://www.cäthe.de/#album

Download & Stream: 

Alben

Verschollenes Tier

Caethe - Verschollenes Tier

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Freigespielt
„Ich muss gar nichts“ behauptete Cäthe auf ihrem gleichnamigen Debüt. Aber erst mit ihrem zweiten Album „Verschollenes Tier“ nimmt man ihr diesen Satz ab. Musikalisch gereift und wesentlich sicherer im Umgang mit den eigenen stimmlichen Möglichkeiten stellt Cäthe darauf ihr neues Selbstbewusstsein unter Beweis - mal laut, mal leise, aber immer treffend.
Ich muss gar nichts

Caethe - Ich muss gar nichts

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Pure Präsenz
Nach einigen Auftritten unter anderem an der Seite von Nils Koppruch (Fink) veröffentlicht Catharina „Cäthe“ Sieland mit „Ich muss gar nichts“ ihr erstes Album - das rockige Statement einer ungewöhnlichen Stimme.

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