Emo·ti·on

Carly Rae Jepsen - Emo·ti·on

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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herausragend
Kampf dem One-Hit-Wonder

Kann die penetrante Anmach-Hymne „Call me maybe“ endlich einem neuen Ohrwurm weichen? Den Versuch unternimmt Carly Rae Jepsen auf Album Nummer drei.
 

Gut, dass selbst Drittplatzierte bei Candian Idol mehr Erfolg haben können als die GewinnerInnen der deutschen Variante DSDS. Dabei ist es nicht so schlimm, dass dieser Erfolg erst einmal an ein bestimmtes Lied geknüpft ist. Carly Rae Jepsen stürmte 2012 mit „Call me maybe“ die Charts, lieferte die Vorlage zu einem viralen Chatroulette-Klassiker und war auf keiner Mainstream-Radiostation zu überhören.

Nun kommt drei Jahre später mit „Emo·ti·on“ ein Album, das so ganz anders ist, als man erwartet hat. Naja, zumindest ein bisschen anders. Es ist ein Pop-Album. Das war zu vermuten. Es geht, auch nicht wirklich überraschend, um Emotionen. 

Sich Hilfe bei Songschreiber-Größen wie Sia, Ariel Rechtshaid, Dev Hynes oder Rostam Batmanglij zu holen, war definitiv keine schlechte Idee. Wahrscheinich ist es ihnen zu verdanken, dass die sonst recht glattpolierten Songs von Jepsen ein paar - eher abegrundete - Ecken und Kanten erhielten. Diese entstehen vor allem durch die offensichtlichen Synth-Pop-Einflüsse der 80er Jahre - ein in der heutigen Musiklandschaft außerordentlich beliebtes Jahrzehnt. Die insgesamt 15 Stücke des Albums hätten damals einer Kylie Minogue, einer Cindy Lauper, wahrscheinilch sogar einer Madonna genauso gut zur Stimme gestanden.

Und nichtsdestotrotz ist es eben eindeutig Carly Rae Jepsen: die Basis, leicht klebriger Kaugummi-Pop mit Teenager-Problematik, exisitiert nach wie vor. Daran können auch treibende Drums wie in "Warm Blood" und wabernde Synthesizer wie in - naja, eigentlich jedem Song - nichts ändern. Eine etwas weniger aufdringliche Alternative zu "Call me maybe" ist es allemal.

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