Album

Sleeper

Carmen Villain - Sleeper

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ehrlicher Glamour

Maria Carmen Hillestad tauscht den Laufsteg gegen die Bühne. Als Carmen Villain legt das Model sein Debütalbum vor. Vom hochglanzpolierten Image ihres bisherigen Jobs ist der Sound auf "Sleeper" jedoch meilenweit entfernt.

Musizierende Models sind keine Seltenheit, doch meistens geht es schief. Nico, Grace Jones, Carla Bruni oder Karen Elson hingegen, die Ex-Frau von Jack White (Ex-The White Stripes), haben alle erfolgreich und überzeugend Fotosession, Laufsteg und Bühne unter einen Hut gebracht. Die in London lebende Maria Carmen Hillestad könnte sich mit ihrem Debüt "Sleeper" in dieser illustren Riege einreihen.



Das ehemalige Vogue-Model überrascht auf ihrem Debütalbum mit einem ehrlichen und rockigen Sound. Statt hochglanzpoliertem Photoshop-Pop, haut Carmen Villain ungeheuer cool und lässig eingängigen Lo-Fi-Rock raus. Mit ihren dynamischen Songs erinnert die norwegisch-mexikanische Singer/Songwriterin an Sonic Youth, Mazzy Star und frühe Cat Power, ufert schon mal in sechs psychedelisch-verträumte Minuten aus ("Obedience") oder klärt alles innerhalb von zwei Minuten ab ("It May Well Die). Frisch und ungezwungen stellt Carmen Villain mit "Sleeper" erneut klar, dass singende Mannequins nicht zwingend belanglosen Plastik-Pop aufnehmen müssen.

Download & Stream: 

Ähnliche Künstler