Heart Blanche

Cee-Lo Green - Heart Blanche

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Nach fünf Jahren meldet sich CeeLo Green nach einer turbulenten Zeit, inkl. Drogen- und Vergewaltigungsvorwürfen mit "Heart Blanche" zurück.

Eine nüchterne und vorurteilsfreie Betrachtung des Musikers CeeLo Green ist nicht machbar, ohne eine Betrachtung des Menschen dahinter. Ein Mensch, öffentlich diskreditiert, beschämt und bloßgestellt. Womit? Mit Recht. Seine Tweets bezüglich des Vergewaltigungsvorwurfs gegen ihn, in Presse und Weltöffentlichkeit vielfach diskutiert, hinterfragt und verurteilt, beeinflussen CeeLo Green. Vor allem musikalisch.

"CeeLo Green Sings The Blues“ - eine, wenn auch reumütige, aber vor allem selbstmitleidige Ode an sich und die ganze Welt - offenbart neben seines möglicherweise schlechten Gewissens vor allem eines: CeeLo Green ist und bleibt im Herzen Soul in Reinform.

Ein gutes Soul-Album mit viel Schnittmaterial, einigen Highlights und vereinzelten Flops. „Est. 1980s“ zum Beispiel, eine Reminiszenz an die guten alten 80er und die zahlreichen Helden aus Greens Vergangenheiten (Duran Duran, Billy Joel, Michael Jackson), vereint eine fette Produktion mit dessen souldurchtränktem Organ. Gut, lyrische Tiefsinnigkeit ist etwas anderes, aber für den Anfang ganz gut.

CeeLo Green - TV On The Radio | DOWNLOAD & STREAM

Was folgt ist viel Schnitt. „Mother May I“, „Robin Williams“ oder auch „Thorns“ wollen nicht so recht zündeln. Auf musikalisch breitere Pfade begibt sich Green mit den dancelastig produzierten Tracks „Working Glass Heroes (Work)“ und „Tonight“. "Schuster bleib bei deinen Leisten" möchte man ihm zurufen. Überlass das Genre doch einfach Mø und Skrillex. Die wissen wenigstens wie das ganze flutscht.

Die Auswahl in Sachen Soul-Album des Jahres kann sich sehen und hören lassen. „Heart Blanche“ ist ein gute Platte, kommt aber weder an Leon Bridges' "Coming Home" noch an unseren Triumphator der letzten Woche heran: Jamie Woon.

Jamie Woon - Making Time | DOWNLOAD & STREAM

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