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No Time For Dreaming

Charles Bradley - No Time For Dreaming

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62 Jahre alt musste Charles Bradley werden, um sich endlich den Traum vom eigenen Album zu erfüllen. „No Time For Dreaming“ ist eine Verbeugung vor James Brown und eine Hommage an den Soul der Sixties, in erster Linie aber das rührende Zeugnis eines Lebens voller Schicksalsschläge.

Aufgewachsen auf den Straßen New Yorks wusste Charles Bradley bereits im Alter von 14 Jahren, was er wollte: Seinem großen Idol James Brown nacheifern, den er 1962 im berühmten Apollo in live erleben konnte. Fast 40 Jahre später ist sein Traum wahr geworden, nach einem Leben, das einer Odyssee gleicht und seinen traurigen Höhepunkt in der Ermordung von Bradleys Bruder fand.

Seine Biographie ist das Pfund, das Bradley in den Songs seines Albums „No Time For Dreaming“ in die Waagschale wirft. Ganz in der Tradition des Soul der 60er Jahre mischt sich Bradley ein, bezieht Stellung und muss sich doch eingestehen, dass die Zeit für Träume endgültig vorbei ist. Mit „The World (Is Going Up In Flames)“ liefert er unfreiwillig den Soundtrack zu dem ab, was derzeit die Welt in Atem hält: In Japan, in Libyen, in Bahrain, ... Doch Bradley wäre kein guter Soulsänger, wenn er einem nicht auch väterlichen Trost spenden würde.

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